Losung, April 2025
Lukas 24,32: "Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete?"
Glaubensgehorsam
Jesus daran erkennen, wie er redet, und was er sagt, das finde ich toll! Auch wenn es bei den Emmaus-Jüngern erst im Nachhinein ist, haben sie doch den großen Vorzug, dass Jesu Reden bei ihnen zu Glaubensgehorsam führt. Dieser Glaubensgehorsam ist bei ihnen innerlich und äußerlich ein U-Turn. Ihr Weg zurück ins Alte schlägt durch die Oster-Begegnung mit Jesus ins Gegenteil um, auch wenn sie noch keine Ahnung haben, was das bedeutet. Hier ist es wohl das sorgfältige, geistlich treffende Erklären des Wortes Gottes, das ihnen das Herz brennend macht, bei Maria von Magdala ist es die persönliche Anrede, bei Thomas ist es das genaue Kennen. In diesen OsterBegegnungen schafft Jesus Menschen neu und holt sie aus dem Zerbruch in den Glaubensgehorsam. In allen drei Fällen richtet Jesus die Vollmacht seiner Leben-schaffenden Worte persönlich aus, und das macht die Herzen brennend. Bei Petrus finden wir die bemerkenswerte Situation, dass er in Zerbruch und Glaubensgehorsam gleichzeitig lebt: Er geht im Glauben auf Jesu Wort hin mit nach Galiläa, aber wiederhergestellt wird er erst am Morgen nach dem Fischzug. Bei ihm kommen auch verschiedene Brände zusammen: Sein brennendes Verlangen, von Jesus wieder hergestellt zu werden, und Jesu brennendes Verlangen, ihn wieder herzustellen. Wegen letzterem geht Jesus extra mit nach Emmaus, und deswegen kommt er auch nach einer Woche nochmal zu den Jüngern, weil Thomas nicht da war. Dieses Reden Jesu hat einen weiteren, sehr wesentlichen Aspekt für uns als Schafe. Jesus sagt: „Meine Schafe hören meine Stimme“. Die Unterscheidung, wer da eigentlich redet, wäre schon für Adam und Eva entscheidend gewesen, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Wo ich als Schaf bin, wer mit mir redet und was er mir sagt, das kann ich danach beurteilen, ob ich die Stimme meines guten Hirten höre. Die Wahrheit seines Wortes und die Lauterkeit seines Herzens erfüllen sein Reden immer. Wo das nicht ist, da ist er nicht. Niemand außer Jesus selbst hat die Autorität, zu Glaubensgehorsam aufzurufen. Wo er aber ist, da ist immer auch sein Geist, der Glaubensgehorsam schafft. Bei den Emmaus-Jüngern ist es eindrucksvoll zu sehen, wie Jesu vollmächtiges Reden wirkt. Sein Geist und sein Wort sind verbunden, und das ist generell eigentümlich für Gottes Wort. Deswegen bezeichnet man es als „inspiriert“.