Losung, 5.April 2026
Psalm 23,5: "Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein."
1. Korinther 15,26: "Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod."
„Tod, wo ist dein Sieg?“ 1861 war es für die Bewohner von Washington völlig klar, dass die Rebellen aus dem Süden sofort vernichtet würden. Man setzte sich also gemütlich zum Picknick oberhalb des Schlachtfeldes hin und sah zu. Nicht lange danach hatte man dann allerdings seine liebe Not, noch lebendig und in einem Stück zurück über den Fluss in Sicherheit zu kommen. Wie ist das mit dem „Tisch im Angesicht der Feinde“? Der Tisch steht da, wo der Hirte ihn deckt, und das sind manchmal erstaunliche Orte. Wer diesen Hirten nicht hat, der hat keinen gedeckten Tisch. Wer diesen Hirten aber hat, der gehört einem Hirten, der alle Feinde schon auf sich gelenkt und besiegt hat, sogar den letzten. Er ist Hirte auch im Tal der Todesschatten, weil er selbst schon dadurch gegangen ist, und weil er den Schlüssel zu der Tür hat, die hinten wieder raus führt. Was bedeutet dieses Salben? Bekommt der Beter Anteil am Königtum des Hirten? Passiert das auch „vor dem Angesicht meiner Feinde“? Der Hirte demonstriert hier eine besondere Annahme, die auch noch mit einem vollen Kelch besiegelt wird. Diese Annahme fasst Jesus in das Versprechen: „Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich euch alle zu mir ziehen“. Er verspricht also ein machtvolles Handeln, das in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt gültig und auch bekannt ist. Welche Feinde bleiben dann noch? „Der Tod ist verschlungen in den Sieg!“ Das hat jetzt schon volle Gültigkeit für den Tod, den die Offenbarung „den zweiten Tod“ nennt, also die ewige Verlorenheit. Aber auch das Wechseln aus der Zeit in die Ewigkeit untersteht schon dem Sieg Jesu, wenn es auch für viele noch ein Kampf ist. Wir leben aber durch den Sieg von Ostern auf die Wiederkunft Jesu zu, mit der er auch das letzte Feindliche noch seinem Sieg unterwerfen wird. Eigentum dieses Siegers zu sein, kann gar nicht überschätzt werden. Sobald man die Frage stellt, wie umfassend dieser Sieg ist, wird es in jeder Hinsicht schief und seelsorglich auch gefährlich. Was sollte Jesus ausgenommen haben, als er rief: „Es ist vollbracht!“?
