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28.06.2026

Losung 28. Juni 2026

2. Samuel 22,27: "Du gibst meinen Schritten weiten Raum, und meine Knöchel wanken nicht."

Apostelgeschichte 3,6: "Petrus sprach: Silber und gold habe ich nicht. Was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!"

Verherrlichung

Dieses Loblied Davids entspricht Psalm 18 und stammt aus der Zeit, „als Gott ihm Ruhe gegeben hatte von allen seinen Feinden und von Saul“. Es fasst das Erleben Gottes vom Ergebnis her zusammen und ordnet von daher alles Schwere ein. Das Ergebnis ist, daß der heilige Gott im Leben seiner Gerechten seinem Namen alle Ehre macht. Der „Fels meines Heils“ ist nicht nur ein solides Fundament, er befreit David auch aus Todesgefahr. Darüber hinaus führt er ihn in die Freiheit, indem er seine Feinde unterwirft. An solchen Stellen scheint natürlich das Licht messianischer Prophetie durch, aber auch das Grundsätzliche, persönlich Erfahrbare bleibt gültig: „Gegen die Reinen bist du rein, …, gegen die Verkehrten bist du verkehrt“. David redet von tödlicher Bedrängnis und tiefer Verzweiflung. Seine Psalmen sind von der Erfahrung durchzogen, dass Gott seine Leute davor eben nicht immer bewahrt. Aber gerade unser Text ist ein überragendes Lob Gottes wegen der Erfahrung, daß Gott sich in solchen Situationen an seinen Leuten verherrlicht. Die Formulierungen dieses Lobs sind deswegen so bemerkenswert, weil sie nicht von einem „Gott tut“ herkommen, sondern vom „Gott ist“. So gehört es zu Gottes Heiligkeit, dass er sich an seinen Leuten verherrlicht als der, der er ist. Beim Blindgeborenen in Johannes 9 suchen die Jünger nur nach der Ursache, Jesus sucht nach der Verherrlichung Gottes. Hier hat Petrus dazugelernt: Ich kann dir Jesus Christus bringen, der deine Not danach ansehen wird, wie er sich an dir verherrlichen kann. Da der Name Jesus Christus heute sattsam bekannt ist, sind die mitfolgenden Zeichen heute nicht mehr die der Apostelzeit. Aber der Herr ist noch derselbe, und der sieht das Leben seiner Leute danach an, wie er sich verherrlichen kann. „:,: Und er ging, und er sprang, und er lobte Gott :,:“ muss ohnehin das Äußerliche verlassen und zur Antwort auf das eigentliche Handeln Jesu Christi als Messias werden. Wenn Jesus (Matthäus 11) die Jünger des Johannes auf die Zeichen hinweist, die er tut, geht es natürlich um die eigentliche Bedeutung: „Blinde“ können Gottes Licht sehen, „Lahme“ können auf Gottes Weg gehen, „Aussätzige“ werden vor Gott rein, „Taube“ können Gottes Reden hören, „Armen“ wird verkündigt, daß Gott ihr Schulden-Konto auf Null stellt. Also: „Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh!“.