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27.09.2026

Losung 27. September 2026

1.Samuel 12,22: Der Herr verstößt sein Volk nicht um seines großen Namens willen.

 

Johannes 17,26: Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen bleibe und ich in ihnen bleibe.

 

Der Name Gottes

 

Gottes Heiligkeit bedeutet, daß alles, was die bibel von ihm aussagt, exakt seinem Wesen entspricht, ebenso wie alles, was Gott sagt, exakt seinem Handeln entspricht. Samuel wirft also dem Volk Israel in diesem Kapitel nichts weniger vor, als daß es Gottes Heiligkeit mit Füßen tritt: Ja, du hast uns erwählt und willst unser König sein, aber ob das immer alles so stimmt? Und dann kommt dieser König Nahasch und bedroht uns, und wir haben keinen König, und überhaupt. Manchmal ist es Gericht Gottes, wenn er seinem Volk seinen Willen läßt.

Gottes Heiligkeit bedeutet aber auch, daß er  sich nicht dem Volk, sondern immer sich selbst entsprechend verhält. Daß Gott seinen heiligen Namen mit dem Volk verbunden hat, sollte einerseits zur Folge haben, daß das Volk ihn bezeugt, andererseits aber auch, daß er sich an diesem Volk verherrlichen würde. „Um seines Namens willen“ heißt, daß B auch dann nicht aufhört, wenn A fehlt. „Sind wir untreu, so bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“

Gottes heiligen Namen leugnen, indem man bestreitet, daß er Gott ist, führt zwar zum Gericht, da er seine Gottheit immer verherrlichen wird. Es kann aber nicht zur Verwerfung führen. Hier die Treue Gottes zu leugnen, hieße wiederum seinen heiligen Namen zu lästern.

Für Jesus geht es in erster Linie um die seelsorgliche Bedeutung des Namens Gottes. Er möchte seine Zuhörer vergewissern, daß Gott alles, was z.B. David ihm in den Psalmen zuschreibt, auch wirklich ist: Fels, starker Turm, Schutz und Schild, … Das macht die Heiligkeit Gottes unbedingt notwendig. Hier hat auch die Zuschreibung „Gott ist Liebe“ ihren Grund. Gott zürnt, aber er „ist“ nicht „Zorn“. Dagegen liebt Gott, weil er „Liebe ist“.

Diesen, seinen Namen wird Gott an seinen Kindern verherrlichen, weil er es seiner eigenen Wahrhaftigkeit schuldig ist. Deswegen ist Jesu Einladung in die Gotteskindschaft gleichzeitig die Einladung, sich der Heiligkeit Gottes völlig anzuvertrauen.

In der Offenbarung ist oft die Rede davon, daß wir den Namen Gottes bekommen. Hier vollendet es sich, daß der heilige Eigentümer in allem die Haftung und die Fürsorge für sein geheiligtes Eigentum übernimmt. Vertrauen dürfen wir darauf aber, sobald wir mit seinem Namen genannt sind. Das bedeutet bei der Taufe die Formulierung „auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Hier wird zum Ausdruck gebracht, was in Bekehrung und Wiedergeburt geschehen ist.