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24.03.2024

Losung, 24.März 2024

1.Chronik 17,27: "Was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich."
Matthäus 25,34: "Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten
meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!"


Garantierter Segen
Das lat. Benedicere, bzw. das grie. eulogeo, das wir im Deutschen so schwer verständlich mit segnen

übersetzen, ist eine sehr konkrete Tätigkeit Gottes: Er spricht Gutes. Bei Gott ist dieses Gutes-
sprechen immer eng verbunden mit seiner Fähigkeit, Worte der schöpferischen Macht zu sprechen.

„Gott gebietet, und es steht da.“ (Psalm 33,9) „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe,
es war sehr gut.“ (1.Mose 1,31) Gott hat durch sein Wort geschaffen, und dann hat er das Geschaffene
mit seinem Urteil „sehr gut“ versiegelt. Dieses Urteil entspricht der konkreten Wortbedeutung von
segnen.
Treffe ich dann eigentlich das wirkliche Thema von Segen, wenn ich Gott bitte, er möge „seinen
Segen zu etwas geben“? Ist es Segen, wenn ich etwas selber schaffe und Gott dann bitte, es
abzuzeichnen? Vielleicht kannte König Hiskia den echten Weg zum Segen, als er in den Tempel ging
und sagte: Herr, ich bring dir nicht nur diesen Brief, ich bring dir auch meine Ohnmacht. Machen
musst du jetzt, bitte.
Segen kann also seinen Grund immer nur im heiligen Gott selber haben, da nur er Worte
schöpferischer Macht zu sprechen hat. Der Maßstab für die Qualität von Segen kann dabei nur die
Heiligkeit Gottes sein. Gott korrigiert nichts, weil sein Segen immer zu den Anforderungen paßt. Er
nimmt nichts zurück, weil er nicht lügt und seine Meinung nicht ändert.
Segen bedeutet nicht nur, dass „Gott spricht, und es geschieht“ (Psalm 33,9); es bedeutet auch, dass Gott
in seiner Weisheit spricht, was er haben will. Auch das ist wiederum bestimmt von seiner Heiligkeit.
Nicht alles, was uns wie Segen erscheint, ist es auch. Es muss sich am Wesen des heiligen Gottes
messen lassen. Ebenso ist es aber auch bestimmt von seiner Barmherzigkeit. „Er weiß, was für ein
Gebilde wir sind.“ (Psalm 103,14) Wir müssen vielleicht lernen, dass es für ein Schaf die Barmherzigkeit
des Hirten sein kann, wenn er es festbindet, weil es sonst zu den Wölfen läuft.
Da nun bei Gott kein Wandel ist, keine Willkür, keine Gemütsschwankungen, keine Reue über das,
was er tut, ist sein Segen beständig bis in Ewigkeit. Deswegen ist das Ja, das Gott in Jesus Christus zu
uns spricht (2.Korinther 1), ein Ja für Zeit und Ewigkeit.
Jesus Christus ist das schöpferische Machtwort, mit dem Gott sich vor meinen Tod stellt und spricht:
Jens, komm heraus! In derselben Weise stellt Jesus mein Leben unter sein schöpferisches
Machtwort: Ich bin bei dir alle Tage bis an der Welt Ende.