Losung 24.Mai 2026
Psalm 24,7: "Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!"
Apostelgeschichte 2,2.4: "Es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und sie wurden alle erfüllt vom Heiligen Geist."
Befreiungsmacht
Es ist eine befreiende Macht, mit der Jesus kommt. Es geht nicht um Unterwerfung wie in der Charismatik; es geht schon gar nicht um Unterdrückung wie im Islam. Die Jünger werden mit Macht befreit, zuerst von ihrer Angst vor den Juden, dann aus ihrem engen Obersaal. Diese Macht drängt sie zur Verkündigung der Freiheit. Die Ketten der Sünde sind gesprengt, der Weg zu Gott ist frei.
„Wen der Sohn freimacht, der ist wirklich frei.“ Jesus Christus ist der gekreuzigte und auferstandene Befreier! Die Mächtigen des Tempels versuchen, die Freiheit wieder einzusperren, aber den Zahn müssen Petrus und Johannes ihnen gleich wieder ziehen: „Wir können es ja nicht lassen, …“.
Diese Macht der Befreiung ist es, mit der der König einzieht. Er kommt ja, um die Ketten zu zerreißen, mit denen „der Fürst dieser Welt“ (- der eben kein König ist! -) die Menschen fesselt. Seine Ehre ist nicht der Pomp, mit dem sonst ein König einzieht; seine Ehre ist die Tat. Psalm 24 schildert zunächst die Tatsache, dass die Erde und die Menschen darauf Eigentum dieses Königs sind. Der König kommt nun, um seine Rechte als Eigentümer wieder an sich zu bringen, und dazu befreit er die Erde und ihre Menschen von allem, was fremde Besitzrechte für sich beansprucht. Durch die Sünde sind diese fremden Ansprüche sogar gültig. Also was tun?
Das eigentliche Pfingstgeschehen ist das freimütige Zeugnis aller im Obersaal Versammelten, nicht nur der Apostel, von der Befreiungstat Gottes in Jesus Christus am Kreuz und am Ostermorgen: Das Gericht ist erledigt, Sünde und Tod haben ihre Besitzansprüche verloren.
„Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Deshalb geht die Verfolgung der Jerusalemer Gemeinde von den Mächtigen des Tempels aus. Und doch können Petrus und Johannes „es nicht lassen, davon zu zeugen, was sie gesehen und gehört haben“. Das ist die Macht des Heiligen Geistes.
„Wieviele ihn aber aufnahmen, denen gab er Vollmacht, Gottes Kinder zu sein.“ Der König der Ehre nimmt dem „Fürsten dieser Welt“ seine Gefangenen weg und schafft in ihnen neues Leben. Bei seiner Wiederkunft werden wir es erleben, dass er seine Herrschaft völlig aufrichtet. Bis dahin bleibt es aber der persönliche Aufruf dazu, sich von diesem König die Befreiung persönlich schenken zu lassen:
„Macht hoch die Tür, die Tor‘ macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit!“
