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22.03.2026

Losung 22.März 2026

2. Mose 20,16: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten!"
1. Johannes 2,21: "Ihr wißt, daß keine Lüge aus der Wahrheit kommt."


Wahrhaftigkeit
Die Bibel legt großen Wert darauf, dass Gottes Leute ihm entsprechen. Dass Gott sie befreit und
erlöst, bedeutet, dass sie sich auf ihn allein ausrichten. Dass er seinen Bund nicht bricht, bedeutet, dass
sie die Ehe nicht brechen. Dass er für sie sorgt, bedeutet, dass sie nicht danach trachten, den Besitz
anderer Leute an sich zu bringen.
Besonders wichtig scheint Gott dabei immer die Entsprechung zu seiner Wahrhaftigkeit und
Eindeutigkeit zu sein. Er heiligt ein Volk für seinen Namen, und der lautet „Ich bin, der ich bin“.
Dasselbe tut Jesus Christus in noch stärkerem Maße dadurch, dass er nicht nur seinen
Eigentumsstempel auf uns drauf drückt, sondern durch seinen Geist sein Wesen in uns hineinlegt.
Wer diesen Geist nicht hat, der gehört Jesus gar nicht. Wer aber diesen Geist hat, der wird von ihm in
ein Leben der Entsprechung zu Jesus Christus hinein umgestaltet. Als Resultat davon ergibt sich z.B.
für Jakobus die Frage: Wie kann es denn sein, dass aus derselben Quelle Trinkwasser und Gift
sprudeln?
„Gott ist Licht, und Finsternis ist nicht in ihm“. Daraus ergibt sich absolute Eindeutigkeit. "Christus
Jesus war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm“. „Auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das
Ja“. Das ist die Basis, auf der wir uns ihm überhaupt anvertrauen können. So ist unser Glaube von
seiner Eindeutigkeit abhängig.
Diese Eindeutigkeit soll dann auch zur prägenden Ausstrahlung des Glaubenslebens werden. Der
Geist, der sie in mir umsetzt, macht es unmöglich, dass ich etwas anderes sein kann als eine
Persönlichkeit in Christus – z.B. montags Banker ohne Christus, dienstags Fußballer ohne Christus,
mittwochs Familienvater ohne Christus, ... Dieser Geist gestaltet in mir die Wahrhaftigkeit, die der
Ausrichtung auf Christus entspricht, und deren unmittelbare Frucht ist Wahrheit. Wenn ich also noch
unwahre Reden führe, habe ich irgendwo einen weiteren Geist in mir, z.B. meinen eigenen. Vielleicht
werde ich als Sünder dieses Problem nie wirklich los – „das Fleisch streitet wider den Geist“. Dann
kann ich einerseits das Falsche in mir immer wieder ans Kreuz bringen, und ich kann andererseits
dem Falschen in mir die Nahrung entziehen. Ich kann es aber auf keinen Fall so lassen, weil mir Sünde
nicht egal sein darf, und die Ausrichtung auf Christus alles bestimmen muss.