Losung 17.Mai 2026
Psalm 30,4: "Herr, du hast mich von den Toten heraufgeholt, du hast mich am Leben erhalten."
Johannes 12,43-44: "Jesus rief mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam
heraus, gebunden mit Grabtüchern an Händen und Füßen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem
Schweißtuch."
Tod, wo ist dein Sieg?
Jesus Christus spricht: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“. Diese Selbst-Aussage beginnt mit
dem Namen des heiligen Gottes „Ich bin“, und damit ist klar, welche Autorität vor das Grab des
Lazarus tritt. Der heilige Gott selbst ruft in das Grab: „Komm heraus!“, und damit richtet er seinen
Sieg vom Ostermorgen auf. Dieser Sieg steht also eine gute Woche vorher schon nicht mehr in Frage,
weil es eben nicht irgendeiner ist, der ihn reklamiert, sondern der, der von Ewigkeit zu Ewigkeit Gott
ist.
Lazarus ist natürlich später nochmal gestorben, und von David bekommen wir das Sterben sogar
berichtet. Das ist aber nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass sie Eigentum des Siegers über den Tod sind,
und dass dieser Sieger sich nichts wegnehmen lässt, was ihm gehört. David schildert Todesnot, und er
redet von Gegnern, die ihn in diese gebracht haben. Aber er schildert auch, was jemandem passiert,
auf den Gott seine Hand legt und sagt: „Gehört mir = Finger weg!“, und das ist der Lobpreis dieses
Psalms.
An beiden Stellen wird Gottes Wort ganz persönlich. David schildert Gottes Handeln an ihm; Jesus
ruft Lazarus mit Namen. Die Bedeutung des Sieges Gottes über den Tod muss daher ganz persönlich
verstanden werden; sie kann nicht im Allgemeinen bleiben. Es gibt das persönliche Evangelium,
Gottes Eigentum sein zu dürfen; es gibt keine Allversöhnung. Das Totenreich ist nicht leer. Leer sind
allerdings die Plätze derer, die Ihr Leben Jesus Christus übergeben haben.
Wie dieser Sieger seine Autorität durchsetzt, ist nicht einheitlich zu sagen. Hebräer 11 z.B. schildert
Lebenswege, die im Glauben gegangen wurden, die sich aber keiner so ausgesucht hätte. Bei dem
„Zersägten“, der dort erwähnt wird, vermutet die Tradition den Propheten Jesaja. Martyrium war
und ist für Leute Gottes eher die Regel als die Ausnahme. Gleichwohl wissen unsere verfolgten
Geschwister vom Sieg Jesu und seiner Siegesmacht meist mehr zu berichten als wir Nicht-Verfolgten.
Unseren Glauben können nigerianische Witwen und Waisen wohl besser stärken als amerikanische
Fernseh-Prediger. Sie leben allein davon, dass ihr Leben von der Wahrheit des „Ich bin“ durchdrungen
ist.
