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16.08.2026

Losung, 16. August 2026

Jesaja 60,10: In meinem Zorn habe ich dich geschlagen, aber in meiner Gnade erbarme ich mich über dich.

 1.Thessalonicher 5,9: Gott hat uns nicht bestimmt zum Zorn, sondern dazu, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus.

 

Gottes Zorn

 Heute wird weithin die Tatsache geleugnet, dass zu Gottes Heiligkeit auch sein Zorn gehört. Sünde ruft ihn zwangsläufig hervor. Während aber der Islam seinen Stammesdämon Allah willkürlich zürnen läßt, ist Zürnen erklärtermaßen gerade nicht Gottes Wille.

Was tun? Das Zorngericht über die Sünde in der Sintflut hatte am Herzen der Menschen nichts geändert. Also alle plattmachen? Gott hatte aber die Menschen geschaffen, um ein Gegenüber für sein Vaterherz zu haben. Sollte er das doch lieber den Meerschweinchen zuwenden? Die hätten es wenigstens verdient.

Gott entschied sich dafür, seine Langmut vor seinen Zorn zu stellen. Das war natürlich kein Dauerzustand, weil es ja keine Entscheidung dafür sein konnte, Sünde einfach zu ignorieren. Um zu zeigen, daß auch bei seiner Langmut die Sünde nichts von ihrer Strafbarkeit verliert, richtete Gott die Opfer ein. Leider wurden diese sehr schnell so verstanden, als könne man durch sie die Sünde beseitigen, wozu sie aber nie gedacht waren.

Gott wurde seine Langmut auch immer wieder dadurch unmöglich gemacht, daß sein Volk nach Methoden suchte, sich ihn vom Hals zu halten. So zwang es ihn entgegen seiner eigentlichen Absichten immer wieder zum Gericht. Dieses ständige Hin und Her mußte also zu einer echten Lösung kommen. Gottes Zorn über die Sünde mußte Recht bekommen, ohne daß die Sünder dieses Recht zu tragen hätten.

Die Lösung besteht in Gottes Gnade. Diese darf aber nie mit Ignorieren oder Gutheißen verwechselt werden; sie muß Gottes Heiligkeit in sich tragen. Deshalb tritt Jesus Christus als Stellvertreter an die Stelle der Sünder unter den Zorn Gottes. Er erleidet diesen Zorn und schafft

Gottes Heiligkeit Recht. Das nennt Luther „den fröhlichen Wechsel“.

Jesus Christus ist der von Gott bestimmte Ausweg aus dem Zorn, und nur er. Seitdem er „der Weg, die Wahrheit und das Leben " ist, geht Gott auch in seiner Langmut anders vor. Petrus schreibt dazu: Gott will, dass möglichst alle zu Jesus finden, um unter Gottes Zorn rauszukommen. Deshalb richtet er diese Welt nicht, so gerichtsreif sie auch sein mag. Das hat aber irgendwann ein Ende, und dann wird Jesus Christus offenbaren, dass ihn abzulehnen, alles nur noch schlimmer macht.