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04.10.2026

Losung 04. Oktober 2026

Nehemia 9,5: Auf, und lobet den Herrn, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe deinen herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm! 1.Korinther 10,31: Ob ihr nun eßt oder trinkt, oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre! Anbetung In Nehemia 9 beginnt die Anbetung mit dem Eingeständnis, daß man überhaupt nicht in die Anbetung eintreten darf. Das Volk kommt in Sack und Asche und bekommt Gottes heilige Ordnungen vorgelesen. Und dabei ruht es nicht im Geist, es steht in Buße und Schuldbekenntnis. Die Punkte 1 und 2 der Anbetung sind das Absondern von allem Alten und das völlige Unterstellen unter Gottes Recht und Wahrheit. Die weitere Anbetung folgt auch nicht dem Beispiel von Psalm 150, sondern dem von Psalm 19: Man unterstellt sich Gottes geoffenbarter Gerechtigkeit, indem man die Heiligkeit seines Gesetzes und die Majestät seines Handelns herausstellt. Anbetung heißt hier: Die Gottheit Gottes über alles erhaben sein lassen, das Recht Gottes allein gelten lassen, das Handeln Gottes allein verherrlichen. Mit meinem Ich und meinem „Ich erhebe dich“ muß ich sehr aufpassen, daß ich mir nicht allzubald einen geistlichen Bruch hebe. Allerdings darf ich doch in zweierlei Hinsicht in der Anbetung vorkommen: „Ach, ich bin viel zu wenig zu rühmen seinen Ruhm. Der Herr allein ist König, ich eine welke Blum‘. Jedoch, weil ich gehöre gen Zion in sein Zelt, ist’s billig, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt“ (P.Gerhardt). Der Herr ist anzubeten, weil er ist, der er ist. Dafür steht sein herrlicher, erhabener Name. Und weil er diesen Namen auf mich gelegt hat, darf ich zu seiner Anbetung leben. Das wiederum kann ich nur, weil er mich durch seinen Geist neugeschaffen hat, „daß wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit“. Zur Ehre Gottes leben, ist also nicht gesetzlich zu verstehen. Es ist die Suche danach, was er selbst in mir tut und die Freude darüber, daß er es tut. Wenn Gottes Name sowieso „erhaben ist über allen Preis und Ruhm“, dann kann ich seinen Namen mit meiner Anbetung doch gar nicht erreichen. Dann bleibt mir nur die Bitte: „Womit soll ich dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von droben deines Geistes Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebeszeichen“ (L.A.Gotter). Dann ist meine höchste Form der Anbetung, sein Eigentum zu sein und die Ausrichtung meines Lebens auf ihn zu suchen.